Peter

Klimek

Professor am Institut für Wissenschaft Komplexer Systeme

Medizinische Universität Wien

Komplexität managen: Von der Pandemie zu Organisationen

In Komplexen Systemen ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. Das liegt an Netzwerken die beschreiben, wie die einzelnen Teile zusammenhängen und damit mitbestimmen, wie sich das System als Ganzes verhält. Ein Beispiel dafür sind soziale Netzwerke die nicht nur in der Ausbreitung von Infektionskrankheiten eine wichtige Rolle spielen, sondern auch in der Zusammenarbeit in und von Organisationen. In der Komplexitätsforschung entwickeln wir mathematische und statistische Modelle–getrieben von kleinen oder großen Datensätzen–um solche Systeme und ihr Verhalten quantifizieren, verstehen und letztendlich besser handhabbar zu machen, wie wir anhand von rezenten Beispielen aus der Forschung zeigen werden.

Biografie

Peter Klimek ist Assoziierter Professor am Institut für Wissenschaft Komplexer Systeme an der Medizinischen Universität Wien und Fakultätsmitglied des Complexity Science Hub Vienna. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung neuer Methoden zur komplexen Analyse und Modellierung riesiger Datenmengen („Big Data“) in der Medizin mit dem Ziel, die Gesundheit von Patientinnen und Patienten zu verbessern und die Effizienz und Nachhaltigkeit des Gesundheits-systems zu verbessern. Nach dem Doktorat in theoretischer Physik habilitierte sich Peter mit der Modellierung von systemischem Risiko, Computational Social Science sowie der sozioökonomischen Folgenabschätzungen neuer Technologien. Er ist Teil des COVID-Prognose-Konsortium im Bundesministerium für Gesundheit und wurde für seine Tätigkeiten mit dem Paul-Watzlawick-Ehrenring ausgezeichnet.